fünffache impfdosis

In Stralsund wurde vor wenigen Tagen acht Mitarbeitern eines Pflegeheims versehentlich die fünfache Dosis des Impfstoffes von Biontech verabreicht. Der Grund: ein individueller Fehler bei der Aufarbeitung des Impfstoffes. Nach dem Vorfall wurden die Betroffenen, ein Mann und vier Frauen, nach Hause geschickt. Wenig später begaben sich vier der Personen aufgrund von grippeähnlichen Symptomen vorsorglich in die Klinik.

Laut dem Landkreis Vorpommern-Rügen sollen nach Informationen des Herstellers bereits in der Vergangenheit größere Dosen an Probanden getestet worden sein. Schwerwiegende Folgen seien dabei nicht aufgetreten.

Biontech gab an, dass grippeähnliche Symptome sowie lokale Reaktionen an der Injektionsstelle in der Regel leicht bis mittelmäßig stark ausgeprägt und lediglich eine vorübergehende Erscheinung seien. Das bestätigte auch eine Sprecherin des Unternehmens.

Mögliche Impfreaktionen

In der Phase-III-Studie, die für die Zulassung des Stoffes notwendig ist, wurden etwa 20.000 Probanden geimpft. Eine andere Gruppe erhielt stattdessen ein Placebo.

Dabei kam es extrem selten (0,5 Prozent der Getesteten) zu schwerwiegenden Nebenwirkungen. Es traten unter anderem Herzrhythmusstörungen oder Empfindungsstörungen in den Beinen auf. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen lokale Reaktionen an der Injektionsstelle sowie grippeähnliche Symptome wie beispielsweise Kopfschmerzen, Fieber oder Müdigkeit.

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Von Sarah